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Pressemitteilung

Mittwoch, 23.11.2022

Unsere Informationsreihe: Vorsorge und Verhalten im Brandfall

Viele Ursachen im Haushalt und Betrieb – wie defekte oder überlastete Elektrogeräte, unachtsamer Umgang mit offenen Zündquellen und feuergefährliche Arbeiten – können zu einem Brand mit katastrophalen Folgen führen. Deshalb ist es wichtig, das Brandrisiko zu erkennen, zu reduzieren und vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

So sollten elektrische Geräte und Anlagen im Haus regelmäßig auf ihre Funktionssicherheit überprüft und ggf. ausgetauscht werden (E-Check). Die vielfach beliebten Mehrfachsteckdosen dürfen nicht überlastet werden. Achten Sie daher hier auf eine gute Qualität, und überschreiten Sie mit den angeschlossenen Geräten nicht die auf dem Produkt angegebene Maximalleistung – in der Regel 3.000 bis 3.500 Watt. Entsorgen Sie alte oder qualitativ schlechte Steckdosenleisten, und schalten Sie niemals mehrere Leisten hintereinander. Decken Sie Mehrfachsteckdosen nicht ab und platzieren Sie sie nicht hinter Möbeln. Ein evtl. dadurch verursachter Wärmestau könnte zu einem Brand führen. Verwenden Sie Steckdosenleisten nicht in Feuchträumen oder im Freien, wenn sie nicht ausdrücklich dafür zugelassen sind.

Entfernen Sie leicht brennbares Material aus dem Keller und vom Dachboden. Installieren Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmelder in allen Räumen mit einem Mindestabstand von 50 cm zur Wand waagerecht am höchsten Punkt der Decke – außer in Küche und Bad. Achten Sie auf die Zertifizierung der Melder nach VDS und DIN EN 14604 sowie auf das Q-Label für höhere Qualität. Bei Mietwohnungen ist der Eigentümer für die Montage und Instandhaltung der Rauchmelder verantwortlich. Die Geräte sollten monatlich durch Betätigung des Testknopfes auf ihre Funktion getestet werden.

Feuerlöscher bzw. Löschgeräte sind in allen Betrieben Pflicht. Die Maßnahmen dafür sind in der Arbeitsstättenverordnung festgeschrieben. Aber auch im Haushalt können Feuerlöscher,  Feuerlöschsprays oder Feuerlöschdecken helfen, einen Brand in der Entstehungsphase zu verhindern. Über die für Ihr Haus erforderlichen Brandklassen und die Bedienung des Feuerlöschers gibt der Fachhandel Auskunft. Selbstverständlich können Sie sich hierzu auch von Ihrer Feuerwehr Wülfrath beraten lassen. Je nach Brandklasse müssen unterschiedliche Löschmittel eingesetzt werden. So darf beispielsweise ein Fettbrand niemals mit Wasser gelöscht werden, da es zu Fettexplosionen kommen kann. Wenn in diesem Fall kein Feuerlöscher mit der erforderlichen Brandklasse F zur Hand ist, ersticken Sie die Flammen mit einem Deckel oder einer Löschdecke. Sorgen Sie auch bei den Feuerlöschern für eine regelmäßige Wartung. Achten Sie in größeren Mehrfamilienhäusern, öffentlichen Gebäuden und Betrieben auf ausgehängte Brandschutzordnungen mit Hinweisen für das Verhalten im Brandfall. Machen Sie sich mit dem Standort der Feuerlöscheinrichtungen vertraut. Prägen Sie sich in Hotels, Diskotheken, Kinos etc. die Fluchtwege ein.

Sorgen Sie dafür, dass in Ihrem Haus keine Fluchtwege durch Gegenstände wie Kinderwagen, Möbel, Schuhe o. ä. eingeengt oder gar versperrt werden. Halten Sie Türen in Rettungswegen geschlossen, aber niemals abgeschlossen. So kann die Ausbreitung von Feuer und Rauch auf die Rettungswege verhindert werden. Die Haustür sollte ein Schloss mit Panikfunktion haben, damit die Tür im Notfall stets von innen zu öffnen ist. Im Außenbereich dürfen Hydranten und Feuerwehrzufahrten nicht blockiert werden. Sprechen Sie ggf. zu allen diesen Punkten Ihren Vermieter an.

Lagern Sie zum vorbeugenden Brandschutz keine feuergefährlichen Stoffe, wie Chemikalien, Gasflaschen, Kraft- und Betriebsstoffe sowie Lithium-Ionen-Akkus von E-Bikes, in der Wohnung oder auf dem Dachboden.

Richtiges Handeln bei Feuer im Haus

·         Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie, den Brandherd – falls sich das Feuer noch in der Entstehungsphase befindet – zu ersticken. Wählen Sie das richtige Löschmittel und löschen Sie brennendes Fett oder andere flüssige Brennstoffe niemals mit Wasser. Gefährden Sie dabei sich nicht selbst oder andere! Die Sicherheit von Menschen hat stets absoluten Vorrang.  

·         Schalten Sie vor Löschversuchen den elektrischen Strom im Bereich der Brandstelle ab.

·         Löschen Sie immer von unten nach oben und von der Seite zur Mitte hin.           

·         Sollten Löschversuche nicht möglich oder nicht erfolgreich sein, schließen Sie die Fenster – falls das ohne eigene Gefährdung machbar ist –, verlassen Sie sofort den Raum und schließen die Tür von außen, um eine Ausbreitung von Rauch und Feuer zu verhindern.           

·         Alarmieren Sie die Feuerwehr über den Notruf 112 oder den Feuermelder. Melden Sie der Einsatzleitstelle, wo sich der Notfallort befindet, was passiert ist sowie wer anruft, und warten Sie auf Rückfragen.  

·         Betreten Sie keine verqualmten Räume. Sollten Sie sich in einem solchen Raum befinden, so verlassen Sie ihn kriechend auf dem Boden und schließen Sie die Tür von außen.             

·         Warnen Sie andere gefährdete Personen im Haus, ggf. durch Betätigung des Hausalarms, nehmen Sie – falls noch Zeit ist – Ihr Notgepäck (siehe Folge 3 unserer Informationsreihe) und achten Sie darauf, dass keiner zurückbleibt.      

·         Begeben Sie sich nicht in Gefahr, indem Sie versuchen, Gegenstände vor den Flammen zu retten.     

·         Schließen Sie alle Türen, ohne sie jedoch abzuschließen. Damit erleichtern Sie den Einsatzkräften eine schnelle Durchsuchung des Hauses.          

·         Bringen Sie sich und andere in Sicherheit. Benutzen Sie dabei keine Aufzüge, und halten Sie Brandschutztüren geschlossen.                   

·         Schließen Sie bei einem verqualmten Treppenhaus die Wohnungstür wieder und machen Sie sich am Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar.   

·         Prüfen Sie nach Verlassen des Gebäudes, ob wirklich alle Personen aus dem Haus in Sicherheit sind und keine vermisst wird.       

·         Erwarten Sie draußen die Feuerwehr und beschreiben Sie den Einsatzkräften die Räumlichkeiten, die Personen, die sich evtl. noch in Gefahr befinden sowie explosionsgefährdete Gegenstände im Gebäude. Halten Sie nach Möglichkeit Schlüssel für verschlossene Räume bereit.

Nach dem Brand

·         Betreten Sie das Gebäude erst wieder, wenn es von der Feuerwehr freigegeben worden ist.    

·         Dokumentieren Sie die Schäden für die Versicherung auf Fotos und ggf. Videos.                       

 

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Tipps-Notsituationen/Feuer/feuer_node.html

 

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