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Pressemitteilung

Dienstag, 28.12.2010

Grußwort der Bürgermeisterin zum Jahreswechsel 2010/2011

Liebe Wülfratherinnen und Wülfrather,

hinter uns liegt ein aufregendes, sicherlich auch beschwerliches, aber in vielen Bereichen auch erfolgreiches Jahr. Wir hatten uns viele wichtige Aufgaben vorgenommen und rückblickend können wir sagen: Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage der Stadt Wülfrath und den schwierigen Rahmenbedingungen, die die hohe Verschuldung und das Nothaushaltsrecht mit sich bringen, sind wir in Wülfrath ein gutes Stück vorangekommen. 

Positive Signale aus Industrie, Handel und Handwerk lassen hoffen, dass die wirtschaftliche Talsohle durchschritten ist. Ablesbar ist dies auch an den Zahlen des Arbeitsmarktes, der uns mit dem Herbstaufschwung weiter sinkende Arbeitslosenzahlen meldete.
Im Jahr 2011 wird sich herausstellen, in welchem Umfang sich diese Signale auch auf die Erträge des Wülfrather Haushaltes auswirken werden. Die Entwicklung des letzten Quartals 2010 zeigt, dass für 2011 ein spürbarer Anstieg der Gewerbesteuererträge einkalkuliert werden kann. Abzuwarten bleibt, inwieweit diese positive Entwicklung durch von der Stadt Wülfrath nicht zu vertretende Aufwandssteigerungen, zum Beispiel bei der Kreisumlage, kompensiert wird.

Die Einbringung eines in Erträgen und Aufwendungen ausgeglichenen Haushaltsentwurfs ist nicht nur gesetzliche Notwendigkeit sondern auch moralische Verpflichtung gegenüber unseren Kindern und Enkeln. Unser gemeinsames Ziel muss es daher sein, nach dem Nothaushaltsjahr 2010 diesen Haushaltsausgleich schnellstmöglich wieder zu erreichen und eine durch die Kommunalaufsicht genehmigungsfähige Haushaltssatzung 2011 aufzustellen. Hierzu ist ein konstruktives Miteinander von Bürgern, Politik und Verwaltung erforderlich.

Die Stadtentwicklung hat uns dieses Jahr vor große Herausforderungen gestellt. Nach der Absage des Investors zur Bebauung des ehemaligen Rathausareals Anfang des Jahres standen wir erneut vor der Frage, wie sich die Innenstadtentwicklung in Wülfrath darstellen wird. Dank der Kreativität und des unternehmerischen Einsatzes unseres Tochterunternehmens, der GWG Wülfrath, wurden neue Lösungswege für die Entwicklung der Innenstadt aufgezeigt. Das Bürgerbegehren zur Stadthalle hat uns gezeigt, dass das Thema Stadtentwicklung neben Zahlen, Daten, Fakten auch eine emotionale Seite hat.

Liebe Wülfratherinnen und Wülfrather, ich stehe zu meinem Wort, die Kultur in Wülfrath nach besten Kräften weiterhin zu fördern und zu unterstützen.

Auch im kommenden Jahr wird uns die Stadtentwicklung beschäftigen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche des ehemaligen Rathausareals, der Schiller- und Goethestraße, der Wilhelmstraße und des Bahnhofsgeländes, um nur einige zu nennen.

Die Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II wurden zum größten Teil für Investitionen in den Bereichen Bildung und Sport eingesetzt. Die Bau und Sanierungsarbeiten - hier insbesondere die energetischen Maßnahmen - werden nachhaltig zur Entlastung des Haushaltes beitragen. So wird z. B. die Sanierung des Schulzentrums Lindenschule mit wärmegedämmten Dächern und Fassaden, Einbau neuer Fenster sowie Erneuerung des Dachstuhls im Jahr 2011 abgeschlossen sein.

Im Gymnasium wurde mit Landes- und Eigenmittel in Höhe von insgesamt 4 Mio. Euro der erste Bauabschnitt mit neuen Fenstern, wärmegedämmter Fassade und PCB-Sanierung im Innenbereich und in der Turnhalle abgeschlossen. Die weiteren Bauabschnitte sind bis zum Jahr 2013 geplant. 

Wülfraths Kultur- und Tourismusangebot wird im Sommer 2011 mit der Eröffnung des Panoramaradweges Niederbergbahn um eine Attraktion reicher. Der Radweg, der im Bereich Wülfrath vom Kreis Mettmann finanziert wird, wird den Freizeit- und Kulturwert unserer Stadt weiter erhöhen. 

Die Gesellschaft wird älter - auch in Wülfrath. Sie wird aber auch bunter und leider auch ärmer. Bereits 15 % aller Kinder in Wülfrath leben unter der Armutsgrenze. In Demografie-Workshops haben sich Vertreter aus Politik und Verwaltung in diesem Jahr intensiv mit den Auswirkungen des demografischen Wandels beschäftigt. Vereinbart wurden strategische Ziele und Handlungsfelder zur Gestaltung der demografischen Entwicklung. Wie es in Wülfrath mit dem Thema Demografie weitergeht, wird in einer Informationsveranstaltung am 27.01.2011 im Ratssaal des Rathauses erläutert, zu der alle interessierten Bürger und Vertreter der Politik bereits jetzt herzlich eingeladen sind.

Wülfrath  ist eine Stadt des bürgerschaftlichen Engagements. Die Menschen, die sich in karitativen und kirchlichen Organisationen, in Vereinen und Verbänden, in Rettungs- und Hilfsorganisationen oder in der der Nachbarschafts­hilfe engagieren, machen keine Schlagzeilen - sie tun das, was sie für richtig halten. Sie bewegen etwas im Sport, in der Politik, in der Kultur.
Menschen, die sich für andere engagieren, machen unsere Welt heller und freundlicher. Menschen, die sich nicht entmutigen lassen, sondern ihr Möglichstes tun, stehen für Aufbruch und Hoffnung. Mit ihrem Einsatz geben Sie unserer Stadt ihr liebenswertes, menschliches und soziales Gesicht. Ihr Wirken verdient Respekt und Anerkennung. Stellvertretend für viele helfende Hände werden Politik und Verwaltung im Frühjahr 2011 ehrenamtlich besonders aktive Bürgerinnen und Bürger zu einem gemeinsamen Empfang einladen. Mit der Einladung will sich Politik und Verwaltung für die Arbeit aller freiwillig engagierten Menschen in Wülfrath bedanken. Eine solidarische Gesellschaft würde ohne ihr Engagement nicht vorankommen.

An dieser Stelle will ich nicht vergessen, einen besonderen Gruß an jene zu senden, die auch in diesem Jahr wieder dafür sorgen, dass wir zwischen den Jahren bestens versorgt sind. Ein herzliches Dankeschön also allen, die auch über die Feiertage für unsere Sicherheit und Versorgung, für Gesundheit und Pflege, für Menschlichkeit ohne Pause sorgen.

Liebe Wülfratherinnen und Wülfrather, lassen Sie uns mit Mut und Zuversicht ins neue Jahr gehen. Ich wünsche unserer Stadt und ihren Menschen ein gutes, sicheres und erfolgreiches Jahr 2011.

Herzlich
Ihre 

Dr. Claudia Panke
Bürgermeisterin

 

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