Mittelabschnitt Goethestraße / Parkstraße

Ausgangssituation

Die Goethestraße ist die wichtigste Zufahrtsmöglichkeit zum Stadtkern für Besucher aus westlichen Richtungen. Der Abschnitt Goethestraße zwischen Schwanenstraße und Düsseler Straße vermittelt aber einen eher unbefriedigenden Straßenraumeindruck ohne erkennbaren Zusammenhang der
einzelnen Straßenabschnitte und stellt keine gute Visitenkarte dar. Das in die Jahre gekommene Erscheinungsbild mit teils unattraktiven Engstellen für Fußgänger und mangelnder Aufenthaltsqualität soll durch entsprechende Betonung der Flanierbereiche, freundliche Oberflächenmaterialien, gefällige Stadtmobiliarelemente etc. zu einer im Zusammenhang gestalteten, einladenden, städtischen Einkaufsstraße aufgewertet werden.

Als erster Abschnitt der Umgestaltungsmaßnahmen soll der Bereich der Goethestraße zwischen Einmündung Wiedenhofer Straße und Im Spring / Parkstraße in Angriff genommen werden. Zum einen weist hier das Pflaster in Höhe der Busspuren und der Einmündung Am Diek durch die starke Beanspruchung deutliche Rillenbildungen / Absenkungen auf; diese Mängel sollen beseitigt werden.
Das Einkaufszentrum "Anger-Markt"wurde im September 2013 eröffnet. Die Wiederherstellung beanspruchter Flächen im Bereich des Gehweges und Buskaps wurden durch den Investor vorgenommen. Durch eine Neugestaltung der
Goethestraße konnten deshalb technische Mängel beseitigt und gleichzeitig eine moderne Gestaltung rund um das neue Einkaufszentrum und in Verbindung zur Gestaltung der Fußgängerzone Im Spring realisiert werden. Ergänzend wurde der gestaltungsarme, hoch versiegelte Straßenraum der nördlichen Parkstraße in Anlehnung an die Umgestaltung Goethestraße aufgewertet. Dieser Abschnitt hat als Zufahrt zum Parkplatz und fußläufiger Zugang zu den Geschäften im Obergeschoss des Anger-Marktes sowie für die Nachnutzung des Objektes ehem. ALDI Bedeutung / Parktheater. KODI eröffnete Anfang 2014 in den neu gestalteten Geschäftsräume.

Die Goethestraße ist die wichtigste Zufahrtsmöglichkeit zum Stadtkern für Besucher aus westlicher Richtung. Ferner ist sie die einzige durchgängige Ost-West-Achse in der Innenstadt. Der Mittelabschnitt der Goethestraße stellt aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die Verbindung von Altstadt mit dem Neuordnungsbereich ehem. Rathausareal einen wichtigen Baustein der Innenstadtentwicklung dar. Ausfasernder Straßenraum, fehlende Raumkanten, unklare Nutzungen und nicht zuordenbare Raumeinheiten prägen allerdings derzeit diesen Abschnitt der Goethestraße. Fahrbahnschäden (extreme Spurrinnen, aufgesprengter Pflasterverbund), uneinheitliche Pflasterflächen, unattraktive Engstellen für Fußgänger sowie fehlender einladender Aufenthalts- und Erlebnisraum erzeugen ein tristes Gesamterscheinungsbild.

Die Parkstraße bietet ein ähnliches Bild. Fahrbahnschäden, uneinheitliche Pflasterflächen, unansehnliche Begrenzungsmauern und unebene Fußwege, die den steilen Weg noch erschweren, bestimmen das Straßenbild.

Goethestraße
Goethestraße
Parkstraße
Parkstraße

Gestaltungskonzept

Zwischen Parkdeck und Im Spring soll die Goethestraße mit einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h ausgewiesen werden. Zudem werden barrierefreie Querungsmöglichkeiten mit einem barrierefreien Leitsystem (taktile Elemente) geschaffen. Hierdurch sollen die Querungsbeziehungen gestärkt, die Situation für Fuß- und Radfahrer verbessert, die Aufenthaltsqualität und die Verbindung zwischen Fußgängerzone und neuem Anger-Markt gesteigert sowie die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Der Gehweg und die Parkplätze auf der Nordseite zwischen Sparkasse und Im Spring bleiben unverändert (Oberfläche wird nicht ersetzt).

In der Goethestraße wird im Gehwegbereich Betonsteinpflaster in variierenden Grautönen verlegt, wodurch zum einen eine lebendige Optik erzielt wird und zum anderen Verschmutzungen weniger auffallen. Die Pflasterformate und das Verlegemuster schaffen eine gestalterische Verbindung zur Fußgängerzone. Die Parkstraße erhält eine weniger aufwendige Pflasterung in einem mit der
Goethestraße harmonierenden grauen Farbton.

Die Fahrbahn in der Goethestraße zwischen Wiedenhofer Straße und Im spring erhält aufgrund der starken Belastungen durch den Busverkehr eine Betondecke. Im weiteren Verlauf erhalten die Goethestraße wie auch die Parkstraße eine bituminöse Oberfläche (Asphalt).

Der Bushaltestellenbereich wird barrierefrei gestaltet – neben dem Leitsystem sind neue höhere Busborde vorgesehen, die die Anfahrbarkeit für Busse und gleichzeitig den Einstieg für Fahrgäste verbessern.
Neue Fahrgastunterstände aus Glas und ein Dynamisches Fahrgastinformationssystem (DyFa) ergänzen die Ausstattung des zentralen Haltepunktes.

Zur Begrünung des Straßenraums werden Baumpflanzungen zum Teil ergänzt; in der Parkstraße werden entlang der Fassade des Angermarktes weitere Bepflanzungen vorgenommen.

Entwurf Gestaltungsplan (MWM)
Beispiel Haltestellenüberdachung (MABEG Kreuschner GmbH & Co.)

Fertigstellung

Die Neugestaltung des Mittelabschnitts Goethestraße zwischen Wiedenhofer Straße und Im Spring und der unteren Parkstraße wurden zeitlich und gestalterisch mit dem Bau des Einkaufszentrums an der Goethestraße koordiniert und Spätsommer 2013 fertiggestellt.

Im November 2014 wurde die Bushaltestelle inklusive des Monitors für die dynamischen Fahrgasteinzeige fertiggestellt.

Finanzielle Unterstützung erhält die Stadt durch die Städtebauförderung und durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

Goethestraße mit Angermarkt
Bauarbeiten Parkstraße
Buswartebereich vor dem Angermarkt