Lichtkonzept

Das Stadtentwicklungsprogramm (StEP) für die Wülfrather Innenstadt aus dem Jahr 2009 beinhaltet unter der Maßnahmengruppe „Stadtbildpflege“ auch die Umsetzung eines Lichtkonzeptes. Die bauhistorisch wertvolle Altstadt ist in den Abendstunden wenig erlebbar und verbirgt sich in der Dunkelheit. Mit einer Illumination kann die Anziehungskraft für Kunden und Besucher gesteigert werden. Durch die einheitliche Illumination kann auch dem Ortsunkundigen die Verbindung zwischen Wareplatz, Wilhelmstraße bis zum Spring verdeutlicht werden.

Nachtansicht der Wülfrather Altstadt
Nachtansicht der Wülfrather Altstadt

Um innovative Ideen zur Beleuchtung der Innenstadt zu entwickeln, wurde durch ein erfahrenes Büro für Lichtplanung „Zolghadri LIGHTING, Hamburg“ ein vorbereitendes Lichtrahmenkonzept erarbeitet.

Neben der Grund- oder Funktionsbeleuchtung soll durch eine ergänzende "Effektbeleuchtung" Verbindungen gestärkt und Einzelelemente wirkungsvoll inszeniert werden. Wesentliche Elemente des Konzeptes sind:

  • Erhalt der Altstadtleuchten und energieeffiziente Umstellung der Leuchtmittel auf LED-Technik
  • Erhalt / Versetzen der Blinkleuchten
  • Moderne Lichtstelen im Bereich Im Spring und Goethestraße
  • Blaue Lichtpunkte (Bodenstrahler) als verbindendes Element zwischen Wareplatz und Einkaufszentrum Angermarkt
  • Beleuchtung der Bronzeskulpturen in der Fußgängerzone
  • Verbesserung der Funktionsbeleuchtung und Ergänzung von Leuchtelementen in der Grünanlage Angergarten / In den Banden
  • Optimierung der Beleuchtung am Kirchplatz

Räumliche Schwerpunkte des Konzeptes liegen zum einen in der Achse Fußgängerzone Wilhelmstraße – Im Spring und zum anderen im Bereich Krappsteich / In den Banden.

Durch die Verbesserung der Energieeffizienz der Altstadtlaternen sowie der im Rahmen der Straßenraumumgestaltung erfolgenden Erneuerung der Straßenbeleuchtung kann bei der Funktionsbeleuchtung der Energiebedarf deutlich reduziert werden. Auch für die neue Effektbeleuchtung soll energieeffiziente LED-Technik zum Einsatz kommen.

Lichtrahmenplan

Das Lichtkonzept wurde dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung am 27.09.2011 vorgestellt. Der Lichtrahmenplan ist die planerische Grundlage für die einzelnen Bauabschnitte der Realisierung.

Den Lichtrahmenplan finden Sie hier.

Umsetzung der Maßnahmen

Die Maßnahmen sollen bei den weiteren Planungen berücksichtigt, sukzessive konkretisiert und z.T. im Zuge der Aufwertungsmaßnahmen im Straßenraum umgesetzt werden.

1. Bauabschnitt: Beleuchtung in der Fußgängerzone

Im Rahmen der Umgestaltung der Fußgängerzone Im Spring und Wilhelmstraße wurden bereits die blauen Lichtpunkte installiert und die drei Bronzeskulpturen "Kalker", "Plantenfrau" und "Weber" illuminiert.

Illuminierte Bronzeskulptur "Kalker"
Blaue Lichtpunkte in der Wilhelmstraße
Illuminierte Bronzeskulptur "Plantenfrau"

2. Bauabschnitt: Beleuchtung des Kirchplatzes

Der zweite Bauabschnitt des Lichtkonzeptes widmet sich der Inszenierung des historischen Kirchplatzes.

Das Konzept besteht aus Elementen zur funktionalen Beleuchtung und aus Elementen der Akzentbeleuchtung. Die Dokumentation finden Sie hier.

Der ringförmige Weg um den Kirchenbaukörper wird mit Mastleuchten und Wandauslegern beleuchtet. Die Beleuchtung der außen liegende Hackestraße wird um weitere Leuchten ergänzt.

Die Akzentbeleuchtung besteht aus Bodeneinbaustrahlern vor der nördlichen Kirchenfassade und aus Lichtstelen und Pollerleuchten, die den Kirchturm anstrahlen und die schmalen Durchgänge erhellen. Hierdurch soll dem Besucher von der Fußgängerzone aus vermittelt werden, dass es hinter den schmalen Durchgängen zum historischen Kirchplatz geht.

Das Lichtkonzept für den Kirchplatz ist mit dem Landschaftsverband Rheinland - Amt für Denkmalpflege im Rheinland abgestimmt.

Da es keine bauliche Erschließungsmaßnahme, wie den Bau der Fußgängerzone, gibt, die den Kirchplatz einbezieht, kann das erstellte Lichtkonzept im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms nur über den Verfügungsfonds umgesetzt werden. Zusätzlich ist privates Sponsoring möglich.

Inszenierung des Kirchengebäudes

Im Zentrum des ersten Teils des Lichtkonzeptes am Kirchplatz steht das Kirchengebäude.

Die Nordfassade des Kirchengebäudes und die Apsis werden mit dezenten Bodenstrahlern illuminiert. Zudem werden zwei schlicht-moderne Mastleuchten den Kirchturm anstrahlen und gleichzeitig die funktionale Straßenbeleuchtung ergänzen.

Durch den bewusst gesetzten Kontrast zwischen Modern und Historisch kommt die Inszenierung des Alten (Baudenkmal Kirche und Kirchplatz) durch neue Technik besonders zur Geltung.

Die neue Kirchenanstrahlung mit LED-Technik ist ein gemeinsames Projekt von innogy und der Stadt Wülfrath.

Die bauliche Umsetzung hat im Oktober 2016 begonnen.

Am 23.03.2017 haben Bürgermeisterin Dr. Panke sowie Vertreter von Innogy und Westnetz die neue Beleuchtung gemeinsam eingeschaltet. Zahlreiche Zuschauer (Vertreter der Kirche, Anwohner, Ratsmitglieder, Seniorenrat etc.) waren live dabei.

Inbetriebnahme am Roten Knopf
Lichtstele
Bodenstrahler