Innenstadteingang Nord (Bahnhofstraße / Wilhelmstraße)

Ausgangslage

Der Innenstadteingang Nord besteht aus der Bahnhofstraße, der östlichen Wilhelmstraße und dem Knotenpunkt Wilhelmstraße/ Bahnhofstraße/ Düsseler Straße.

Die Bahnhofstraße ist ein wichtiger Stadtkernzugang, dessen Straßenraum ein tristes Erscheinungsbild mit einer hoch versiegelten Fläche und ohne raumwirksame Begrünung ist. Dabei bietet das gründerzeitliche Postgebäude einen Blickfang. Der Einmündung von der Mettmanner Straße fehlt es, aus östlicher Richtung kommend, an einem markanten Orientierungspunkt und der optischen Wahrnehmung als Zugang zur Innenstadt. Insofern ist der Stadtkerneingang kaum erkennbar.

Die Wilhelmstraße weist im Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Südstraße eine abnehmende Fußgängerfrequenz, zunehmende Gebäudeleerstände und einen abnehmenden Geschäftsbesatz auf. Es handelt sich um einen hoch versiegelten Straßenraum ohne raumwirksame Begrünung, dem jede Freiraumqualität fehlt und der durch den rampenhaften Anstieg der Wilhelmstraße als Anbindung an die Mettmanner Straße gestört wird. Die höherliegende Fahrbahn schneidet mit unansehnlichen Betonschutzwänden die Erdgeschosse der Gründerzeitbebauung optisch ab. Die Südstraße ist fußläufig über eine Treppenanlage an die Wilhelmstraße angeschlossen. Auch das ehemalige Rathaus, welches eine Chance für den Straßenzug als „Landmarke“ darstellt, ist hinter Geländesprüngen verborgen.

Gestaltungskonzept

Es wird angestrebt, einen Kreisverkehrsplatz mit signifikanter Gestaltung als neuen Stadteingang im Mündungsbereich Mettmanner Straße/Bahnhofstraße zu errichten. Dies kennzeichnet symbolhaft den Stadteingang und verbessert gleichzeitig die Erschließung und Anbindung des Bahnhofareals, auch für Fußgänger und Radfahrer in Richtung Panoramaradweg.

Die Bahnhofstraße soll als Zufahrt zum Stadtkern aufgewertet werden, indem der Straßenraum mit einer Neuordnung des parkenden Verkehrs und einer Aufwertung durch eine freundliche Oberflächengestaltung mit begleitender Begrünung umgestaltet wird. Zudem soll die Straße für den Zweirichtungsverkehr geöffnet werden.

Die Planung am Knotenpunkt Wilhelmstraße/Bahnhofstraße/Düsseler Straße hat zum Ziel, die Attraktivität des Straßenraums durch Aufpflasterung und Verbesserung der Gehwegsituation sowie durch eine Gestaltungsaufwertung in Form von angepassten Grünelementen zu steigern.

Der Bereich östliche Wilhelmstraße/Südstraße soll, unterstützt durch eine städtebauliche Studie, eine nachhaltige Funktion im Stadtgefüge zugeordnet bekommen. Durch eine Minderung der Verkehrsbelastung mittels Abbindung von der Mettmanner Straße und einen Ausbau der Straße mit Quartiersplatz sollen neue Qualitäten für diesen Standort entstehen. Auch dieser Abschnitt soll ein attraktives Erscheinungsbild durch eine Neuordnung der Parkstände, eine Aufwertung durch eine einheitliche, freundliche Oberflächengestaltung und eine begleitenden Begrünung erhalten. Der Verkehr bis zum ehemaligen Rathaus soll im Zweirichtungsverkehr abgewickelt und die Südstraße zukünftig  im Einrichtungsverkehr an die Wilhelmstraße angebunden werden.