Pressemitteilung

Mittwoch, 09.08.2017

Heizen Sie (unnötig) im Sommer?

Bild 1: Wärmebild einer falschen Leitungsführung: Zuleitung zum Warmwasserspeicher direkt vom Hauptstrang abgezweigt, ohne Regelvorrichtung. Wenn der Heizkessel Warmwasser bereitet, strömt somit auch im Sommer Heizwasser in Richtung Heizkörper.
Bild 2+3: Thermostat im Sommer abgedreht, Heizkörper kalt; trotzdem strömt heißes Heizwasser bis zum Heizkörper - und die Heizrohre unter dem Fußboden heizen unnötig den Raum.
Bild 3

Viele Heizkessel müssen im Sommer im Betrieb bleiben, weil sie auch Warmwasser bereiten, andere werden aus Komfortgründen einfach nicht abgeschaltet. Dabei kommt es aber oft dazu, dass das Haus auch bei warmen Außentemperaturen ungewollt beheizt wird. Während im Winter die Verluste des Heizsystems meist doch noch der Raumheizung zugute kommen, ist im Sommer jede nicht bestimmungsgemäß genutzte Kilowattstunde eine echte Verschwendung. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Verluste häufig unentdeckt bleiben, oft über Jahre hinweg - dabei wären sie größtenteils vermeidbar. Es lohnt sich also, die Heizungsanlage auf optimale Funktion gerade in der warmen Jahreszeit zu überprüfen.

Mehrere Ursachen können dazu führen, dass es im Sommer zu unnötigen Wärmeverlusten und damit zu erhöhten Heizkosten kommt: ungedämmte Warmwasserrohre, ganztägig laufende Warmwasser-Zirkulationspumpen, schlecht eingestellte Regelungen, fehlende oder defekte Schwerkraftbremsen oder Ventile, falsch verlegte Leitungen - um nur einige zu nennen. Um ein ungewolltes Heizen und die damit einhergehende Überhitzung der Wohnräume zu vermeiden, reichen aber oft schon kleinere Maßnahmen aus.

Fachkundiger Rat von Experten hilft, um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Daher bietet die Verbraucherzentrale NRW die Überprüfung Ihrer Heizungsanlage im Rahmen einer Sonderaktion in Wülfrath im Zeitraum 21.06.-15.09.2017 an. Sie erfahren, worauf Sie achten müssen, damit Ihre Heizungsanlage keine unnötigen Verluste verursacht. Darüber hinaus prüfen die  Energieberater auch, welche energetischen Verbesserungsmaßnahmen am Gebäude sinnvoll sind und ob sich Investitionen in alternative Techniken wie Solaranlagen, Wärmepumpe oder Holzpelletheizungen lohnen. Anbieterunabhängig wird ausgelotet, was im Einzelfall geeignet ist, welche gesetzlichen Vorschriften zu beachten sind und welche Fördermöglichkeiten sich bieten.

Die ca. 90-minütige Beratung vor Ort ist gefördert durch die Europäische Union, das Land Nordrhein-Westfalen und den Kreis Mettmann und kostet für die ersten 25 Interessenten inkl. Beratungsprotokoll und ausführlichem Informationsmaterial nur 30,00 Euro statt der üblichen bereits geförderten 60,00 Euro.

Informationen und Termine gibt es unter 02173 - 84 925 05 sowie an der Hotline 0211 / 33 996 555 oder unter www.verbraucherzentrale.NRW/energieberatung

 

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